Filter für Garnelen: die besten babygarnelen-sicheren Filter

Filter für Garnelen

Filter für Garnelen sollen die Tiere vor Schaden bewahren. Denn Garnelen sind klein, und Garnelenbabys winzig. Damit die Winzlinge nicht in den Filter gesogen werden, sind Schwammfilter mit feinporigen Schwämmen oder Filter mit einem geschützten Wassereinlauf ideal, sogenannte „babygarnelen-sichere“ Filter. Hier findest du Informationen, welche Filter für Garnelen geeignet sind und wie man einen bestehenden Filter sichern kann.

Warum braucht man im Garnelen-Aquarium spezielle Filter?

Außenfilter und Innenfilter haben am Wassereinzug meist relativ breite Schlitze. Schwammfilter haben grobporige Filter. Das eignet sich sehr gut für die meisten herkömmlichen Fische, ist aber ungünstig, wenn du sehr kleinen Fischnachwuchs hast oder wenn Garnelen im Becken sind, deren Nachwuchs natürlich nicht im Filter geschreddert werden soll. Wenn du also ein Nano-Aquarium oder größeres Aquarium für Garnelen artgerecht einrichten willst, gehört auch die Auswahl des passenden Filters dazu.

Was ist ein „babygarnelen-sicherer“ Filter

Ein Filter, der Garnelen-sicher ist, muss so feine Poren bzw. Öffnungen haben, dass selbst die winzigen Garnelenbabys direkt nach dem Schlüpfen nicht in den Filter gesogen werden. Dafür muss der Filter entweder einen sehr feinporigen Schwamm haben oder mit einem feinen Netz aus Edelstahl, Schaumstoff oder anderen Materialien (z.B. Feinstrumpf, mehr dazu unten) geschützt werden.

Doch was heißt „feinporig“ bei einer Schaumstoffmatte oder einem Filterschwamm?

Porengröße bei „babygarnelen-sicheren“ Schaumstoff-Filterschwämmen
Die Porengröße wird in PPI angegeben, also in „pores per inch“ (Poren pro Inch). Das heißt, je höher die Zahl, desto mehr Poren hat der Filter, desto kleiner sind also die Poren. Ein Filter, der für Babygarnelen sicher ist, sollte eine Porengröße nicht unter 45 PPI aufweisen.

Braucht man überhaupt einen Filter für Garnelen?

Braucht man im Garnelenaquarium einen Filter? Die Antwort ist ganz klar: Nein. Aber ein filterloses Aquarium ist auch nicht ganz so einfach zu betreiben und eignet sich für die meisten Fische, Krebse oder andere Bewohner nicht. Garnelen und viele Schnecken lassen sich aber auch ohne Filter halten. Genauso wie du viele Arten von Garnelen auch im ungeheizten Aquarium halten kannst. Theoretisch kommen unkomplizierte Garnelen wie Neocaridina also mit komplett technikfreien Aquarien aus.

Dabei solltest du beachten, dass das Aquarium eventuell länger einlaufen muss und nicht so stabil läuft, wie ein Aquarium mit Filter. Landet einmal zu viel Futter im Aquarium, hat das stärkere Auswirkungen als bei einem gut gefilterten Aquarium.

Ein Aquarium für Anfänger ist ein Becken ohne Filtertechnik eher nicht. Da ein Garnelen-Aquarium oft ein Nano-Aquarium ist, das sowieso weniger stabil läuft, als ein großes Becken, solltest du als absoluter Neuling eher nicht mit einem filterlosen Garnelenaquarium starten.

Innen- und Außenfilter garnelensicher machen

Möchtest du einen vorhandenen Filter für Garnelen umbauen, bieten einige Hersteller bereits fertige Produkte an. Diese alle aufzuzählen wird schwierig, denn bei Innenfiltern handelt es sich manchmal um genau passende Abdeckungen oder feine Filtermatten mit einer Porengröße von 45 PPI, die am Filter angebracht werden. Beim Außenfilter kann es ein Filter-Guard aus einem feinen Edelstahl-Netz, ein feiner Schwamm oder Vorfilter sein, der auf den Filtereinlass gesteckt wird.

Eine DIY-Lösung, die häufig genutzt wird: Bei manchen Filtern lässt sich die Öffnung, durch die das Wasser eingesaugt wird, relativ einfach mit einer Feinstrumpfhose abdecken. Aber Vorsicht: Feinstrümpfe setzen schnell zu, hier musst du noch häufiger reinigen als bei einem feinen Schwammfilter.

Erkundige dich am besten für deinen speziellen Filter nach passenden Lösungen: entweder beim Hersteller, im Fachhandel oder du fragst erfahrene Aquarianer, ob jemand den gleichen Filter schon einmal für Garnelen gesichert hat.

Elektrische Schwammfilter als Filter für Garnelen

Hier möchte ich euch meine Lieblingsfilter vorstellen, die ich persönlich in jedem reinen Garnelenaquarium nutze: kleine elektrische Schwammfilter mit einem feinporigen Schwamm. Das ist aber nur meine persönliche Vorliebe. Unten stelle ich euch noch Lufthebefilter und Hamburger Mattenfilter vor, die sich genauso gut für Garnelen-Aquarien eignen.

Was funktionieren elektrische Schwammfilter?

Die Filter haben einen kleinen, leisen Elektromotor, der das Wasser fördert. Die Strömung lässt sich regulieren, sodass in einem kleinen Nano-Aquarium keine zu starke Strömung entsteht. Das Wasser wird dabei durch einen Filterschwamm gesaugt. Ist dessen Porengröße klein genug, ist der Schwammfilter sicher für den Garnelennachwuchs.

Meine Produkt-Tipps

Hier findet ihr zwei Filter, die ich sehr gerne nutze und empfehlen kann. Beides sind kleine, leise elektrische Schwammfilter:

Tipp 1: Der Aquael Pat Mini. Ich nutze diesen Filter (Achtung: nur mit babygarnelen-sicherem Schwamm, also dem feineren der beiden enthaltenen Schwämme) zur Zucht meiner Neocaridina-Garnelen. Der Filter ist leise, lässt sich gut regulieren und braucht nur wenig Platz im Aquarium.

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AQUAEL 113835 Filter PAT MINI zus. Babygarnelenschwamm, 230 g, Weiß, bis 120 l
  • miniaturturbinenfilter
  • 4 Watt Stromverbrauch
  • Max. Fördermenge 400 L/h (regulierbar)
  • Bewährte Qualität

Tipp 2: Der BOB Doppel-Schwammfilter. Gut gefällt mir als Filter für Garnelen auch der Bob-Schwammfilter, der zwei Filterschwämme hat. So kann ich unbesorgt jede Woche einen der beiden Schwämme sehr gründlich durchspülen, da im anderen immer genug Filterbakterien zurückbleiben. Mehr zur Reinigung und zum Wechsel der Filterschwämme kannst du unten nachlesen.

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  • 【Physikalische Filtration + biochemische Filtration】 Mit dem 9-lagigen Schwammdesign in Rippenform bieten Sie sowohl mechanische als auch biologische Filtration, kombinieren Biofiltration, Sauerstoffversorgung und physikalische Filtration in einem. Der Schwamm kann feine Partikel aufnehmen, um die Wirkung der Wasserreinigung zu erzielen. Biokeramische Medienkugeln verbessern die Filterwirkung und können die Wasserqualität schnell reinigen
  • 【Wasserauslass kann um 360 ° eingestellt und gestreckt werden】 Das einziehbare Auslassrohr kann verlängert und gedreht werden, es ist bequem, die Höhe des Luftauslasses einzustellen, die Richtung und Höhe des Wasserflusses zu ändern, um Ihre Anforderungen zu erfüllen. Filtration kann nicht reinigen nicht nur die Wasserqualität und erhöhen die Wasserzirkulation, sondern erhöhen auch den Sauerstoffgehalt im Wasser
  • 【Komplettes Zubehör】 Geliefert mit 4 Schwämmen, einer Packung Keramikfilterkugeln und 2 Saugnäpfen. Der komplette Filter bietet eine komfortable und saubere Umgebung für kleine Fische und Garnelen. Der Ersatzschwamm wird in die Filterbox gelegt, nehmen Sie den Schwamm einfach aus dem Filter, um ihn zu reinigen oder auszutauschen
  • 【Geeignet für Salzwasser oder Süßwasser】Schwammfilter ideal in Garnelen-, Fischaquarien oder Aufzuchtbecken, kann auch in jedem anderen Garten, Hydroponik verwendet werden. Beseitigt Schwebstoffe und Schadstoffe im Aquarienwasser, sorgt für klare Wasserqualität, erhöht den Sauerstoffgehalt und reinigt das Aquariummilieu

Schwammfilter mit Luftheber als Filter für Garnelen

Außer einem Schwammfilter mit Elektromotor kannst du auch einen sogenannten Lufthebefilter nutzen. Für diese Filter benötigst du eine kleine Luftpumpe, die den Wasserfluss im Filter antreibt.

Beachte, dass Luftpumpen generell eher etwas lauter sein können. Dafür kannst du mit einer Luftpumpt mehrere Filter betreiben, was ideal ist, wenn du mehrere Farben oder Arten von Garnelen in nebeneinanderstehenden Nano-Becken halten möchtest.

Achte auch hier darauf, dass die Matte fein genug ist, um für Babygarnelen sicher zu sein. Alternativ kannst du auch einen Hamburger Mattenfilter mit Luftheber nutzen.

Hamburger Mattenfilter als Filter für Garnelen

Ein Hamburger Mattenfilter besteht aus einer Filtermatte, die oft gebogen in einer Ecke des Aquariums platziert wird, sodass dahinter ein Hohlraum entsteht. Eine Luftpumpe (alternativ seltener auch eine kleine Elektropumpe) zieht das Wasser durch die Matte. Auch diese Filter eignen sich sehr gut für die Haltung von Garnelen.

Durch die große Filterfläche ist die Strömung gering, sodass Jungfische und Garnelen nicht gefährdet werden. Zudem musst du diese Filter viel seltener reinigen, weil der Schmutz sich nicht so stark in den Poren absetzt.

Wie reinigt man die feinporigen Schwämme eines Schwammfilters?

Alle Filter für Garnelen-Aquarien haben den Nachteil, dass sie fein sind und dadurch durch Schmutzpartikel leichter verstopfen. Feinporige Schwämme muss man deshalb häufig auswaschen, sonst verstopfen sie und zudem ist sonst auch die Lebensdauer gering.

Ich drücke den Schwamm bei jedem Wasserwechsel (bei mir im Garnelenbecken ist das alle 7 bis 10 Tage) einige Male in dem Eimer mit dem entnommenen Aquarienwasser aus.

Alle zwei bis drei Wasserwechsel nehme ich mir mehr Zeit, um das Aquarium zu reinigen, beispielsweise zum Putzen der Scheiben. Zu diesem Anlass reinige ich auch den Schwamm gründlicher unter fließendem, nicht zu kaltem Wasser (ähnliche Temperatur wie im Aquarium). Dabei halte ich ihn direkt unter den Wasserhahn und spüle mehrfach durch. Dabei kannst du ruhig richtig reiben und kneten, bis keine „braune Brühe“ mehr aus dem Filter kommt. Das verlängert die Lebensdauer eines feinen Schwammes deutlich, denn dieser setzt sonst irgendwann zu.

Dass dadurch „alle“ Filterbakterien herausgewaschen werden (die Sorge höre ich ab und zu) musst du nicht befürchten. Die feinporigen Filter haben einige riesige Oberfläche und sind dicht besiedelt. Die Bakterien bilden einen Biofilm innerhalb der gesamten Poren. So einfach lassen sie sich nicht komplett herausspülen. Ein Teil geht natürlich immer verloren, die Bakterien vermehren sich aber schnell wieder.

Schwamm wechseln: Wie funktioniert das?

Wie man den Schwamm wechselt ist theoretisch natürlich leicht: Filter aus, alten Filterschwamm abziehen, neuen aufstecken, Filter wieder an.

Ganz so leicht ist es aber nicht, denn mit dem alten Filterschwamm entnimmst du auch die Filterbakterien. Ich impfe neue Schwämme deshalb immer mit dem alten Schwamm an.

Ein Tipp, den ich oben schon kurz erwähnt habe: Nutzt du einen BOB Filter mit zwei Schwämmen, kannst du theoretisch wirklich so einfach wechseln, wie oben beschrieben, indem du immer nur eine Seite wechselst. Ich impfe aber sogar hier den gewechselten Filter an wie nachfolgend beschrieben. Sicher ist sicher.

Wie impft man neue Filterschwämme an?

Es gibt hier mehrere Methoden. Hier ist meine: Ich wechsle den Filterschwamm dann aus, wenn es sowieso an der Zeit wäre, ihn zu reinigen. Dazu lasse ich in einen Eimer wenige Zentimeter hoch Aquarienwasser. Dort hinein lege ich den alten Schwamm und drücke ihn fest durch, bis das Wasser deutlich braun geworden ist.

Dann spüle ich den neuen Schwamm erst mit Leitungswasser durch, lege ihn dann in den Eimer und lasse ihn sich komplett mit dem „Schmodderwasser“, in dem auch viele Filterbaktieren schwimmen, vollsaugen und knete ihn zusammen mit dem alten Schwamm durch. Danach kommt er ins Aquarium, wird am Schwammfilter angebracht und der Filter wird sofort eingeschaltet, damit die Filterbakterien aus dem alten Filter direkt wieder gut mit Sauerstoff versorgt sind.

Dann füge ich meistens sicherheitshalber noch einen guten Schwapper von dem braunen Wasser im Eimer ins Aquarium oder drücke den alten Filter einmal kurz im Aquarium aus. Das sieht im ersten Moment nicht schön aus, weil das Wasser trüb wird. Die Trübung zieht der Filter aber schnell heraus, was auch Sinn der Sache ist, weil dadurch wiederum mehr Bakterien im Filter landen. Und auch im Becken und Bodengrund schadet es nicht, wenn bei einem Filterwechsel noch einmal ein „Bakterienboost“ stattfindet.

So hat bei mir noch jeder Filterwechsel super funktioniert, ohne dass es einen Anstieg von Nitrit gab. Das ist die Hauptgefahr die davon ausgeht, wenn man die Nitrit-abbauenden Filterbakterien zu stark dezimiert, indem man das Filtermaterial entnimmt. Messen schadet trotzdem nie, wenn du dir unsicher bist!

Wann muss man den Schwamm bei Schwammfiltern wechseln?

Und woher weißt du, wann man den Schwamm bei einem Schwammfilter wechseln muss? Ein Hinweis ist, wenn der Filter nach dem Reinigen zunehmend schneller zusetzt oder wenn die Filterleistung sichtlich nachlässt. Manchmal sieht man auch, dass der Filter sich zusammenzieht, weil das Wasser nicht mehr richtig hindurchströmt.

Setzt der Filter immer sehr schell zu, solltest du darauf achten, ob du die richtige Futtermenge im Aquarium verwendest. Bildet sich schnell viel Mulm und setzt der Filter schnell zu, kann auch helfen, wenn man Schnecken einsetzt. Statt Schnecken zu bekämpfen, nutze sie also lieber als Aufträum-Truppe. Es gibt aber auch Schwämme, die einfach schlecht durchströmt werden oder zu engporig sind. Wenn der Schwammfilter ständig verstopft, versuche einmal einen Ersatzfilter einer anderen Marke aus. Hier gibt es meist mehrere Optionen. Aus Erfahrung kann ich sagen: Billiger oder „No-Name“ muss hier nicht schlechter sein.

Auch bevor du ein Aquarium auflösen musst, weil in diesem Becken besonders hartnäckige Algen wachsen oder das Becken einfach „unrund“ läuft, kann sich lohnen, die Filtermaterialien auszutauschen.

Letzte Aktualisierung am 25.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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